Seit meiner frühesten Kindheit zeichne und male ich fast täglich. Im Keller meines Elternhauses stand eine alte Hobelbank und überall lagen alte Bretter oder Latten, aus denen ich etwas schreinern konnte. Manchmal half mein Vater etwas nach.Da entstand zum Beispiel eine grosse chinesische Dschunke oder ein noch grösseres Schiff, genannt Anorcha. Später lernte ich, dass es die Arche Noah war.

Ich bin sicher, dass meine Liebe zum Werkstoff Holz, zu seiner Unberechenbarkeit und seinem Geruch nach Zedern, Arven oder Nussbaum damals begann. Holz passt sich nicht folgsam meinen Wünschen an wie Papier. Oft ergeben sich statische Probleme: Holz springt, seine Fasern laufen anders. Ich muss ständig umdenken und neu planen. Holz bekommt Patina und verwittert nach Jahrzehnten.

Für mich muss die Entstehung eines Werkes sichtbar sein. Die schnell gesägten, roh belassenen Holzstücke zeigen die Spuren der Säge und der rasch aufgetragenen Farbflächen und -flecken. Diese gleiche ungeduldige Arbeitsweise ist auch bei meinen Zeichnungen und Aquarellen zu sehen. Ich will dringend etwas aufs Blatt bringen.

Ich übersetze oft meine Skizzen in dreidimensionale Skulpturen. Diese wiederum beeinflussen meine Zeichnungen.

Mich interessieren vor allem Lebewesen, ihre Beziehungen zu einander und die Umgebung, in denen sie sich bewegen.

Maria, meine Frau, und ich arbeiten eng zusammen. Wir entwickeln Geschichten und Konzepte für Ausstellungen, Installationen, Bücher und Filme. Dabei werden wir tatkräftig unterstützt von unseren Kindern und ihren Partnern: Simon hilft in der Werkstatt, Claudia und Leigh Singer machen mit uns Filme und Bücher.